Gyrðir Elíasson – Ein Eichhörnchen auf Wanderschaft

495_Eichhoernchen289x400Der 8-jährige Sigmar lebt mit seinen Eltern Björg und August auf einem einfachen Hof in Island. Die Fenster werden mit Sackleinen verdunkelt, Strom liefert der Hausgenerator nur sporadisch und alte Konservenbüchsen fangen das Regenwasser auf, das an vielen Stellen durch das Dach tropft. Es gibt ein paar Hühner und Kühe und Fliegen in der Vorratskammer. Bis zur nächsten Stadt ist es weit.
Aber Sigmar sieht diese Welt wie durch eine Spezialbrille, die die Realität phantastisch verändert. Mehlsäcke, die beim Kaufmann von der Decke hängen, sind fette Fledermäuse, die platzen, sobald man sie mit dem Besen anstupst und der kleine Teich vor dem Haus ist ein Riesenauge, dessen Blick über die Landschaft schweift. Dennoch ist es eine düstere und einsame Welt.
Eines Tages malt Sigmar ein Eichhörnchen und so wie Alice durch ein Bodenloch ins Wunderland fällt, sinkt Sigmar in sein eigenes Bild, verwandelt sich in das Eichhörnchen und verschwindet. Weiterlesen