Åsa Foster – Und außerdem machen die Leute heutzutage so seltsame Dinge

Cover Åsa Foster Und außerdem machen die Leute heutzutage so seltsame DingeAlltägliche Momente

Es sind die kleinen Momente im Leben von denen Åsa Foster erzählt. Alltägliche Augenblicke, in denen wir Entscheidungen treffen, weil wir es müssen. Die meisten gehen sang- und klanglos vorüber, ohne dass wir sie überhaupt wahrnehmen, andere sind Wendepunkte und stellen unser ganzes Leben auf den Kopf. Brot oder Müsli? Anklopfen oder umdrehen? Rote oder blaue Socken? Bleiben oder gehen? Wie Sternschnuppen leuchten diese Momente in Åsa Fosters Geschichten auf und man verfolgt gespannt, wie das erzählende Ich nach ihnen greift: mal zögerlich, mal begeistert, mal resigniert, mal hoffnungsvoll.
Was dann passiert, ist immer überraschend. Weiterlesen

Ebba D. Drolshagen – Zwei rechts, zwei links

Cover Ebba D. Drolshagen Zwei rechts zwei linksSelbermachen

Ich gebe zu, dass ich ab und an gerne stricke. Abends auf der Couch, wenn das Hirn schon im Stand-by-Modus ist und ich zu nichts anderem mehr fähig bin, als mich von der Glotze berieseln zu lassen, gibt mir Stricken das Gefühl, trotzdem produktiv zu sein.
In der Regel suche ich mir allerdings Projekte aus, die dann doch ein gerütteltes Maß an Konzentration erfordern. Und sei es nur, damit ich mir nicht mit den Nadeln die Augen aussteche.
Menschen, die ohne hinzusehen und aus dem Kopf Jacquard-Muster stricken können, genießen meinen allergrößten Respekt. Wie alle Pullover-Strickerinnen, denen es gelingt formschöne Exemplare herzustellen, die nicht die Anmutung eines Kettenhemdes haben.
Als bekennende Maschenprobenhasserin ist mir das jedenfalls noch nicht gelungen. Deshalb konzentriere ich mich lieber auf überschaubare Projekte, wie Stulpen, Weihnachtskugeln oder Vögel. Weiterlesen

Mich Vraa – Die Hoffnung

Cover Mich Vraa Die HoffnungDie Reise auf der Hoffnung

Im Mai 1803 betritt die fünfzehnjährige Maria Frederiksen zum zweiten Mal in ihrem Leben die Fregatte Hoffnung. Lange hat sie ihrem Vater, dem Reeder des Schiffes, in den Ohren gelegen mitsegeln zu dürfen. Ihre Mutter ist aus sehr persönlichen Gründen strickt dagegen. Dennoch treten Maria und ihr Vater die Reise an. Offiziell soll die Hoffnung von Kopenhagen zu den Kapverdischen Inseln segeln und einen Zwischenstopp in Frederikshavn oder Skagen einlegen. Dort wollen Vater und Tochter wieder von Bord gehen. Es soll nicht mehr als ein Ausflug werden, damit das Mädchen endlich Ruhe gibt. Doch Maria wird erst viele Jahre später wieder nach Dänemark zurückkehren. Weiterlesen

Andreas Tjernshaugen – Das verborgene Leben der Meisen

Cover Andreas Tjernshaugen - Das verborgene Leben der MeisenVon Meisen und Mensch

Von meinem Lesesessel aus habe ich freien Blick auf einen Strauch, in dem sich gerne Meisen tummeln. Manchmal beobachte ich diese putzigen Federbällchen, wie sie von Ast zu Ast hüpfen und mal hier und dort picken. Einige fliegen weg, andere kommen hinzu, es sei denn, Nachbars Katze schleicht um die Ecke und alle Meisen verdrücken sich in einer Wolke aus blauen, gelben und schwarzen Punkten. Ansonsten aber erschien mir das Leben der Meisen vor meinem Fenster immer recht friedlich und harmonisch.

Allerdings trügt der Schein ja bekanntlich und seit ich »Das verborgene Leben der Meisen« von Andreas Tjernshaugen gelesen habe, weiß ich, dass dies auch auf die Meisen in unserem Garten zutrifft. Diese kleinen Vögel sind nämlich alles andere als harmlos. Tjernshaugens Großvater beispielsweise beobachtete im Frühling eine Meise, die sich vor der Öffnung eines Bienenstockes niederließ und so lange gegen das Holz klopfte, bis eine wintermüde Biene nach draußen gekrochen kam. Dieser rupfte die Meise dann kurzer Hand die Flügel aus und verspeiste den Rest. Ornithologen zufolge gibt es in Ungarn sogar Meisen, die sich an schläfrige Fledermäuse heranpirschen, ihnen bei lebendigem Leib die Augen aushacken und das Hirn verspeisen. Weiterlesen

Anne Østby – Zartbitter ist das Glück

Cover Anne Østby Zartbitter ist das GlückNur Mut

»Traut ihr euch? Wagt ihr es? Werdet ihr Salami und Jarlsbergkäse gegen Kakao und Kokosnüsse eintauschen? Könnt ihr euch vorstellen, eine Schokoladenmanufaktur zu gründen?« Kats Einladung an ihre vier Schulfreundinnen zu ihr auf die Fidschis zu ziehen, weckt lang verdrängte Sehnsüchte. Sollen sie die Chance ergreifen und noch einmal ganz neu anzufangen, weit entfernt von ihren Familien, mit Mitte sechzig?
Tatsächlich findet jede der Frauen sehr schnell einen guten Grund, um die Koffer zu packen und Norwegen hinter sich zu lassen.

Ingrid

Ingrid, die pensionierte Finanzchefin der Osloer Busgesellschaft, hat die abenteuerlustige Kat seit jeher bewundert. Gerne wäre sie schon damals mitgegangen als Kat und Niklas zu ihrer nie endenden Weltreise aufbrachen, von einem Hilfsprojekt zum nächsten. Aber wäre das vernünftig gewesen? Nein. Und getraut hat sie sich auch nicht. Aber jetzt nach all den Jahren zwischen verstaubten Aktenordnern und Registern hat ihr ungestümes alter ego Wildrid das Kommando übernommen. Und siehe da, auf Fidschi sind sogar große Füße nützlich. Weiterlesen